Ratgeber

Netto vom Auftrag verstehen

Der Rechnungsbetrag ist nicht dein tatsächlicher Gewinn. Diese Seite zeigt, welche Bestandteile du vor der Preisentscheidung abziehen solltest.

Warum Aufträge oft überschätzt werden

Ein Auftrag wirkt groß, solange nur die Rechnungssumme betrachtet wird. Bei Regelbesteuerung enthält der Betrag aber Umsatzsteuer. Dazu kommen direkte Projektkosten, Material, Software, Fremdleistungen, Fahrtkosten und später Einkommensteuer. Erst danach lässt sich einschätzen, was der Auftrag wirklich beiträgt.

Direkte Kosten sauber trennen

Direkte Kosten gehören zum Auftrag und sollten nicht aus dem Bauch heraus geschätzt werden. Wenn du für einen Auftrag externe Hilfe, Lizenzen, Material oder Reisekosten brauchst, mindern diese Beträge den echten Ertrag sofort.

Steuer-Rücklage einplanen

Der verbleibende Gewinn ist ebenfalls nicht vollständig frei. Ein Teil sollte für Einkommensteuer und eventuell weitere Abgaben getrennt werden. Wer das nicht macht, finanziert heutige Entnahmen mit später fälligem Steuergeld.

Preisentscheidung verbessern

Der größte Nutzen liegt nicht in der Nachrechnung, sondern vor dem Angebot. Wenn der Rechner zeigt, dass nach allen Abzügen zu wenig übrig bleibt, ist nicht der Rechner das Problem, sondern die Preis- oder Kostenstruktur.